Erfolg durch Schreibwettbewerbe

Ausschreibungen verhelfen vielen Autoren zu Veröffentlichungen.

01.01.2008 Carsten Uekötter

Es gibt eine Vielzahl an Schreibwettbewerben, die fast alle Themen- und Textarten abdecken. Für fast jeden Autor eine gute Möglichkeit sich zu präsentieren.

Für viele Hobbyautoren ist es schwierig eine Plattform für die verfassten Texte zu finden. Im Internet gibt es eine Vielzahl an Schreibbörsen, bei denen jeder der möchte, seine Geschichten veröffentlichen kann. Jedoch bringt das den Autor auch nicht weiter. Vielmehr können hier Probleme in Sachen Copyright auftreten in dem zum Beispiel Textpassagen oder Ideen von fremden Personen geklaut werden.

Die richtigen Schreibwettbewerbe finden

Eine andere Möglichkeit eine Verwendung für die eigenen Texte zu finden sind Schreibwettbewerbe. Wird in eine Internet-Suchmaschine der Begriff „Schreibwettbewerb“ eingegeben, so erscheinen eine Vielzahl solcher Ausschreibungen beziehungsweise Übersichten über gerade aktuelle Wettbewerbe. Eine besonders gute Übersicht bietet hier die Seite des Uschtrin Verlages. Die Schreibwettbewerbe haben meist ein festes Thema und sind einer bestimmten Textform zugeordnet. Beispielsweise eine humoristische Kurzgeschichte zur Europaerweiterung mit maximal 4.000 Wörtern. Jedoch gibt es auch freiere Themenvorgaben, so dass die eigene und schon fertige Geschichte aus der Schublade eingesandt werden kann. Oft reichen schon kleine Anpassungen der eigenen Geschichte, um sie für einen Schreibwettbewerb in Form zu bringen. Die Preise sind teilweise mit Geld, teilweise mit Sachpreisen dotiert. Jedoch geht es hier nicht um den Gewinn, sondern um das Gewinnen. Jeder, der schon mal eine Geschichte an einen Verlag geschickt hat, kennt die einschlägigen Absageschreiben. Da ist ein Verlag schon eher mit dem Hinweis „Gewinner des XY Preises“ zu beeindrucken. Natürlich ist das Gewinnen nicht so einfach, wie es sich zunächst anhört. Es gibt Hunderte bis Tausende Zusendungen für jeden Wettbewerb und nur wenige kommen überhaupt in die engere Auswahl der Jury.

Formvorschriften für die Schreibwettbewerbe beachten

Generell sind ein paar Richtlinien einzuhalten. Auf jeden Fall sollte der Autor auf die vorgegebenen Formvorschriften achten. Heißt, beispielsweise eine bestimmte Zeilenzahl pro Seite nicht überschreiten, den Text auf Diskette und per E-Mail einreichen, eine Kurzbiografie beilegen und vieles mehr. Häufig ist es so, dass Einsendungen, die nicht den Formvorschriften entsprechen direkt aussortiert werden. Deshalb gilt hier genaues Arbeiten, damit der eigene Text überhaupt eine Chance bekommt.

Gebührenpflichtige Schreibwettbewerbe

Abzuraten ist hingegen von gebührenpflichtigen Wettbewerben. Warum sollte im voraus Geld für einen Wettbewerb gezahlt werden, der ohne teilnehmende Autoren gar nicht funktionieren würde? Die Wettbewerbsbeiträge schwanken von 5 Euro bis zu deutlich höheren Beiträge im zweistelligen Bereich. Ein kleiner Unkostenbeitrag ist eventuell noch durch Personal- und Arbeitsaufwand zu begründen. Doch zeigt die Erhebung einer Gebühr, dass der Preis nicht besonders gut angesehen beziehungsweise gefördert wird. Sonst würde der Schreibwettbewerb auch ohne Teilnahmegebühren, allein durch Sponsorengelder oder staatliche Unterstützung funktionieren.

Und auch bei Schreibwettbewerben gilt wie bei allen Texteinsendungen: Nicht aufgeben, auch wenn die ersten Einsendungen nicht berücksichtigt werden. Der eigene Text kann auch ohne zu gewinnen Eindruck hinterlassen. Schließlich läuft er durch die Hände einer fachkundigen Jury und bleibt vielleicht einem Jurymitglied im Hinterkopf für eine spätere Verwendung. Generell gilt, je öfter der eigene Name und Text auftaucht und an Personen gelangt, die Beziehungen in der Buch- oder Verlagsbranche haben, desto höher sind die Chancen auf eine Veröffentlichung.

Urheberrecht: Carsten Uekötter. Verwendung des Textes nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors.